Herzlich Willkommen...

...im virtuellen Bautagebuch der Familie Wellhöfer aus Bad Segeberg. Hier könnt ihr sehen, wie unser erstes eigenes Haus entsteht, die "Villa Welli". Wir, Sandra, Lars und Alina, werden hier zwar nicht jeden einzelnen Tag dokumentieren, aber zumindest die größeren Bauabschnitte - damit man auch einen Fortschritt erkennt. Viel Spaß beim Lesen! Ach ja: und über liebe und/oder witzige Kommentare freuen wir uns natürlich auch!

Liebe Grüße

Die Wellis.




Samstag, 28. Juni 2008

Bretter, Bretter, Bretter...

Heute haben Alina und ich uns mal wieder Richtung Heede auf den Weg gemacht. Lackieren... was für eine herrliche Beschäftigung! Diesmal standen Sparren und Pfetten auf dem Programm. Und noch diverses, schwer einzuordnendes Kleinholz. Alina hat fleißig mitgearbeitet und ich war froh, sie dabei zu haben.

Auf dem Foto wirkt die Menge eigentlich eher "niedlich", in Wirklichkeit war es mal wieder ne ziemliche Plackerei. Die Sparren sind gut und gerne 10 Meter lang und nicht unbedingt federleicht... Dazu immens spa... äh, sperrig. Unglaublich, aber es hat den ganzen Tag in Anspruch genommen. Und das war erst der Voranstrich... Morgen geht's dann weiter. das heißt, das EM-Finale gibt's für mich nur im Radio. Wo ich doch soooo ein großer Fußballfan bin... ;o)

Rätselhaft...

Nicht alles, was sich auf der Baustelle so tut, erschließt sich dem ungeübten Betrachter spontan auf den ersten Blick. Was haben bloß diese orangenen Säulen zu bedeuten? Eine Anlehnung an klassisch griechische Architektur? Oder sollte das schlicht und ergreifend etwas mit der Drainage zu tun haben? Keine Ahnung... Ebenso war ich über den plötzlich aus dem Nichts entstandenen Abwasserschacht auf der terrassenseitigen Rückseite des Hauses überrascht. Hm. Der Sinn wird sich sicherlich noch ergeben. Hoffe ich... Frontseitig habe ich auf alle Fälle schon mal den Zugang für die Hausanschlüsse entdeckt. Das aus der Kellerwand tretende Rohr scheint zumindest dafür gedacht zu sein.

Unser ehemals im Baugewerbe beschäftigter Nachbar jedenfalls wusste auch nicht mit allem etwas anzufangen (was mich einerseits irgendwie beruhigt, andererseits jedoch...). Auf jeden Fall äußerte er sich sehr positiv über unsere Bauleute, die die Baustelle - nach seiner Aussage - vorbildlich sauber halten. Tatsächlich sind bereits sämtliche Bitumen-Eimer und die Dämmstoffreste von der Baustelle verschwunden. Mit dem Maurerbetrieb Fischer & Will und dem Tiefbauer Hamann können wir also anscheinend mehr als zufrieden sein. Sind wir denn auch!

Alina und ich haben dann auch erstmalig den Erdgeschossboden betreten. Beide ein wenig höhenempfindlich, balancierten wir über ein schmales Brett vom Rand der Baugrube auf's Dach. Gut, dass uns niemand bei dieser etwas übertrieben vorsichtig wirkenden Aktion beobachtet hat...




Mittwoch, 25. Juni 2008

Hübsch verpackt

Heute hat die fleißige Baucrew nun die Perimeterdämmung an die Kelleraußenwände gepappt. Die Nahtstellen haben sie schön mit Bitumen verkleistert. Jetzt fehlt nur noch die Drainage und dann haben wir so ziemlich alle Vorkehrungen getroffen, um unserem Haus die eklig nassen Füße zu ersparen, sollte denn doch einmal das Grundwasser deutlich ansteigen... Das Wetter ist in diesem Jahr einfach optimal. So viel Sonne hatte ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu erhoffen gewagt.

Kommenden Dienstag, also in 6 Tagen, soll bereits mit dem Aufbau der Außenwände Erdgeschoss begonnen werden. Wahnsinn! Und wenn alles glatt geht, steht der Rohbau bereits Mitte Juli. Zeit, sich schon mal gedanklich mit dem Thema Richtfest auseinander zu setzen.





Dienstag, 24. Juni 2008

Deckel drauf!

Heute, am 24. Juni, als ich wie üblich nach Feierabend feierlich die Baustelle abschritt, gesellte sich ein freundlicher Nachbar zu mir und äußerte sich erstaunt über die doch hohe Geschwindigkeit des Bauvorhabens. Stolz konnte ich natürlich erwidern, dass wir ja mit hervorragenden Baufirmen arbeiteten und natürlich auch das erstklassige Wetter in diesem Jahr mit dazu beitrüge, das alles flott voranginge. Und in der Tat: Der Keller hatte sich seit letzter Woche deutlich sichtbar verändert: Die Betondecke ist nun fertig, der schwarze Bitumen-Schutzanstrich ist bereits aufgebracht und die Kasematten vor den künftigen Kellerfenstern baumeln fröhlich an der Außenwand. Nur die Perimeterdämmung für die Außenwände liegt noch etwas unmotiviert in der Gegend herum.

So "ausgebuddelt" wirkt ein Keller schon etwas eigenartig... fast ein bisschen so wie ein Luftschutzbunker. Auf den Fotos zu erkennen ist nun auch bereits der Ausschnitt in der Kellerdecke, durch den dann künftig die Treppe in die Katakomben der Villa Welli verlaufen wird.

Dienstag, 17. Juni 2008

Festgemauert in der Erden...

Der Keller beginnt nun bereits langsam, Gestalt anzunehmen. Zum Glück spielt das Wetter einigermaßen mit, sodass es bis jetzt noch keinerlei Flutkatastrophen gab. Hoffentlich bleibt es auch dabei... In den gruseligen Doku-Soaps bekommt man ja ständig die schlimmsten Horrorszenarien präsentiert: Feuchte Kellerhöhlen, flauschige Schimmelkulturen und Risse im Fundament, durch die man beinahe bis ins Erdinnerste blicken kann...

Da sieht unser Kellerfundament doch schon eher vertrauenserweckend aus. Und wenn man die ersten gemauerten Abschnitte betrachtet, bekommt man geradezu Lust darauf, selbst mal ein paar Steine aufzuschichten. Das sind vermutlich noch heimliche Überbleibsel aus meiner Lego-Phase.

Damit wir mit unserem Keller nicht absaufen, haben wir diverse Vorkehrungen getroffen. Neben einer Drainage mit Pumpe haben wir in Sachen Dämmung alle Hebel in Bewegung gesetzt. So zum Beispiel eine Perimeter-Dämmung unter der Kellersohle und an den gesamten Kelleraußenwänden. Mal sehen, ob die Dämmung noch diese Woche montiert wird...




Donnerstag, 12. Juni 2008

Ein Keller entsteht

Unser Grundstück glich bis vor wenigen Tagen noch einem blühenden Garten. Hohe Gräser und Sträucher, blühende Obstbäume, zwitschernde Vögel, ein kleiner, sich über das Grunstück schlängelnder Pfad... Kaum vorstellbar, dass sich das so schnell ändern sollte...

Unser sympathischer Tiefbauer, Herr Hamann, sagte beim Anblick dieses Idylls ganz trocken: "Da schicke ich morgen früh mal einen von meinen Jungs vorbei, der macht das mal eben platt.". Und er hielt Wort:

Der Anblick des derartig rabiat geplätteten Grundstücks war zunächst einmal doch etwas ernüchternd. Außerdem schmerzte uns der Verlust je eines Birnen-, Apfel- und Kirschbaums nicht ganz unwesentlich. Aber leider musste das Haus nun mal irgendwo stehen - und einige Obstbäume bleiben uns ja dankenswerter Weise dann doch noch erhalten.

Im Hintergrund übrigens schön sichtbar der Knick, der uns kurzfristig auch noch mal das Blut in den Adern gefrieren lies. Mussten wir doch noch kurzfristig dank dieses Holsteinischen Naturphänomens unser Haus ganze 2 1/2 Meter zur Straße hin bewegen. Knickschutz... Aber was tut man nicht alles der Umwelt zu Liebe...

Die nächsten Tage ging es dann Schlag auf Schlag:







'ne Menge Holz...

Das Zauberwort für Einsparung beim Hausbau lautet ja bekanntlich "Eigenleistung". Aber mal Hand auf's Herz: wirklich viel kommt da leider nicht in Frage. Als gelernte Augenoptiker sind Sandra und ich zwar im engeren Sinne Handwerker, aber das hilft leider wenig. Bei den Vertragsverhandlungen, bei denen unser Freund Holger mit anwesend war, preschte dieser plötzlich vor und sagte mal eben ganz locker und ein wenig unerwartet für uns: "Die Außenmalarbeiten machen wir dann mal in Eigenleistung!". Sandra und ich zuckten leicht zusammen, dachten dann aber wohl beide: 'Na ja, warum eigentlich nicht?'. Schließlich kann man dabei ein paar tausend Euro sparen. Also nickten wir artig und harrten der paar Bretter, die da wohl kommen würden.

Ende Mai war es dann soweit: Das Holz wartete darauf, von uns mit Farbe massiert zu werden. Die "paar Hölzer" entpuppten sich allerdings als ein halber nordschwedischer Landstrich... sauber zu netten, außenseitig ungehobelten Brettern verarbeitet. 750 Stück an der Zahl. Dazu noch ein Haufen langer Bretter und Paneele, die weiß lackiert werden mussten. Farbe, Lack, Pinsel und Rollen bekamen wir über den Malermeister bereitgestellt.

Wir starteten mit Hilfe einiger Freunde durch und stellten ziemlich bald mit Schrecken fest, dass Eigenleistung tatsächlich Arbeit ist. Wer hätte das geahnt? Bei herrlichstem Sommerwetter hockten wir also in einer großen Werkshalle in Heede und schwangen die Pinsel. "Falu Rödfärg", die original schwedische, rotbraune Holzfarbe mit hohem Eisenoxid-Anteil. Schnell entwickelten wir verschiedene Taktiken der Arbeitsteilung. Brett zu zweit auf die Böcke packen, jeder eine Hälfte anstreichen, die Kanten anmalen, Brett wenden, Rückseite anpinseln und dann zu zweit zum trocknen aufschichten. Der Voranstrich erfolgt verdünnt, 1 Liter Wasser auf 10 Liter Rödfärg. Ist allerdings nicht wirklich dünn... Kurze Zeit später sahen wir alle aus wie nach exzessivem Nasenbluten, schön rotbraun eingefärbt. Dazu riecht die Farbe auch noch intensiv nach Lebertran, was böse Kindheitserinnerungen heraufbeschwört.

Insgesamt haben wir für den Rotanstrich 4 1/2 lange Tage verbraten. Die weißen Lackierarbeiten haben wir letzten Sonntag begonnen, kommenden Samstag geht's dann damit weiter. Juhu!!! ;o)

Der Voranstrich erfolgt übrigens tatsächlich im unmontierten Zustand. Die Wände werden dann in der Halle vormontiert und auf der Baustelle - dann bereits fertig getäfelt - aufgerichtet. Steht der Rohbau, erfolgt dann noch ein unverdünnter Endanstrich.

Hier mal ein paar kleine Impressionen: